China ist offiziell ein laizistischer Staat, d. h., dass Staat und Kirche voneinander getrennt sind. Die VR China hat in allen ihren Verfassungen das Recht auf Religionsfreiheit verankert. Für den chinesischen Staat gilt Religion als Privatsache. Es steht jedem frei, alleine oder in der Gemeinschaft mit anderen, zu beten, Schriften zu rezitieren, Gottesdienste abzuhalten, zu taufen oder Messen zu lesen.
Verbreitete Religionen sind Buddhismus, Daoismus, Islam und Christentum. Daneben ist ein alter chinesischer Volksglauben sehr einflussreich. Der Konfuzianismus, der eher Sozialethik als Religion ist, beeinflusst die moralischen Verhaltensweisen der Chinesen.
Heute gibt es fünf offiziell anerkannte nationale Religionsgemeinschaften: die buddhistische, die daoistische, die islamische, die katholische und die protestantische. Daneben gibt es eine russisch-orthodoxe Gemeinschaft und eine jüdische, mit einer Synagoge in Shanghai.